Nach einem mittellangen Fahrtag kamen wir nach Jackson. Hier
hatten wir einen CS-Host angeschrieben, der sich leider erst nach unserer
Abfahrt aus Jackson, Wyoming gemeldet hat. Er ist beim Teton Fire Department
und hatte alle Hände voll mit dem Löschen von Waldbränden zu tun. So mussten
wir leider auf Insider-Tipps verzichten und schlugen unser Zelt auf dem Gros
Vendre Camping Platz auf.
Der Platz ist recht hübsch und man hat in dem lichten Wald
viel Platz zum Nachbarn.
Auch hier gibt es Bären, aber wir waren erstaunt, wie
sehr sich die empfohlenen Verhaltensregeln von denen aus dem Yosemite
unterscheiden: Essen ins Auto zu schließen sei hier kein Problem, dafür sollte
man wirklich Alles wegschließen, auch Wasserflaschen! Außerdem solle man nicht
versuchen den Bären zu verscheuchen, sondern sich lieber fern halten. Der uns
am wahrscheinlichsten erscheinende Grund für die unterschiedlichen Tipps ist,
dass es sich im Yosemite um Schwarzbären und hier nun um die deutlich größeren
und aggressiveren aber wohl weniger cleveren Grizzlybären handelt.
Nachdem das Zelt stand, wir uns an dem Mitgebrachten
halbwegs satt gegessen hatten und alles ordentlich im Wagen verstaut war, haben
wir uns zu einem schönen Abendspaziergang zum Ufer des Gros Vendre Rivers
aufgemacht.
Nach der ungewohnt kalten Nacht sind wir am nächsten Tag in den Norden des Parks aufgebrochen, um eine kleine Wanderung um den Emma Mathilda Lake zu machen. Auf der Hinfahrt bleiben wir noch in einer Herde Bisons stecken, die es gar nicht stört, dass wir auf sie warten müssen, während sie gemütlich über die Stotterpiste trotten.
Nach der ungewohnt kalten Nacht sind wir am nächsten Tag in den Norden des Parks aufgebrochen, um eine kleine Wanderung um den Emma Mathilda Lake zu machen. Auf der Hinfahrt bleiben wir noch in einer Herde Bisons stecken, die es gar nicht stört, dass wir auf sie warten müssen, während sie gemütlich über die Stotterpiste trotten.
Die Zufahrt zum Wanderparkplatz liegt gut versteckt mitten
in einer Baustelle, sodass wir dort fast alleine sind. Am Beginn des Trails
werden wir von einem Bärenwarnschild begrüßt, das einen etwas mulmigen Eindruck
im Bauch hinterlässt. Dennoch wir brechen zu der Wanderung durch leicht
hügelige Waldlandschaft auf und erfreuen uns an der ungewohnten Natur und der
tollen Aussicht. Bären sehen wir keine, dafür ein Eichhörnchen, dass sich durch
unsere Fotosession nicht vom Nüsseknabbern abhalten lässt, ein Pärchen Fischadler, das lautstark seinen Horst mit den Jungen verteidigt, etliche bunte
Libellen, die um das Ufer schwirren, Grashüpfer, die überall laut knatternd durch
die Luft springen/flattern/fliegen, Raben, die uns aus den Baumwipfeln
zukrächzen und ein Auerhuhn, das nach Nahrung suchend durch den Wald stapft. Die
beeindruckenden Berge des Teton waren wegen des Qualms von unzähligen
Waldbränden in der weiteren Umgebung leider nur zu erahnen.
Der Weg ist angenehm einsam, auf der 20 km Runde begegnen uns nur drei weitere Paare.
Der Weg ist angenehm einsam, auf der 20 km Runde begegnen uns nur drei weitere Paare.
Ziemlich erschöpft kommen wir wieder am Auto an und werden
von unserem leeren Tank zur nächstgelegenen Tankstelle gezwungen, die genau in
der entgegengesetzten Richtung unseres Ziels liegt. Da wir anschließend keine
Lust auf den Stau vor der Baustelle haben, den wir inzwischen zwei Mal
durchgemacht haben, entscheiden wir uns für eine Route, die westlich um den
Teton NP herum durch die Berge führt. Spät Abends kommen wir in Victor, Idaho
an und bekommen mit sehr viel Glück das letzte Zimmer im Pines Motel / Guest
Haus (man beachte die Schreibweise).
Eine sehr freundliche Dame empfängt nimmt uns auf, wir
fühlen uns in dem sehr familiären Ambiente von Anfang an pudelwohl. Wir dürfen
den Gasgrill im Garten benutzen, bekommen Koch- und Leuchtmittel gestellt und
gehen im gegenüber gelegenen Supermarkt einkaufen. Es gibt marinierte
Hühnerkeulen, lila Folienkartoffeln mit Knoblauch und Maiskolben.
Am Tag drauf war dann die Besichtigung des Yellowstone
National Parks angesagt. Der gesamte Vulkanismus der Region ist wirklich sehr,
sehr beeindruckend! Aber so überwältigend das Naturschauspiel ist, so
überlaufen ist die Gegend, zumal wir sie an einem Wochenende in der Hochsaison
erlebten. Da uns aber auch nicht nach großen Wanderungen war, haben wir
beschlossen uns die volle Touri-Packung zu geben und dann möglichst schnell
wieder zu verschwinden.
Durch den Westeingang ging es von Madison nach Süden weg,
über das Lower und das Midway Geyer Basin, Old Faithful, und den West Thumb zum
Mud Volcano und den Sulfur Caldron.
Aus unserem Plan noch dem Tipp der fast unbekannten heißen
Quelle, den wir im Pines Motel bekamen nachzukommen, wurde leider nichts. Wir
sind an dem Abend noch zwei Stunden gefahren und haben uns dann irgendein Motel
am Straßenrand gesucht, wo wir hundemüde ins Bett gefallen sind.

















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